Betriebswirtschaft 3

Nun war er zum Greifen nah der große Moment des lang ersehnten Studienabschlusses, doch was folgte nun? Etwa ein Schritt ins Leere und in die Ungewissheit einen Job zu bekommen? All diese Gedanken hämmerten in meinen Kopf bis ich bereits in der Endphase meines Studiums, so in einen Päuschen beim Lernen, wieder mal einfach nur im Internet surfte und über die Homepage von ABAK stolperte.

Kurzer Hand entschloss ich mich, dieses grenzgeniale Angebot in Anspruch zu nehmen, sogleich füllte ich das Kontaktformular sorgfältig aus. Noch am selben Tag flatterte eine E-Mail von Herrn Mag Wilson in meinem elektronischen Postkasten über ein Erstgespräch im März 2010. Endlich ein Lichtblick, hörte man doch in den Medien, fast täglich über Kurzarbeit und Entlassungen. Ich ließ mich aber nicht entmutigen und ging voll Vorfreude zuversichtlich zum ersten Termin.

Dort angekommen musste ich erst noch die Treppen überwinden, dies sollte doch mit Hilfe des Liftes keine allzu große Schwierigkeit darstellen, dachte ich zumindest zuerst. Verzweifelt versuchten ich und mein persönliche Assistentin dieses verflixte Ding in Gang zu bringen. Es gelang uns lange Zeit nicht bis uns Herr Mag Wilson zur Hilfe eilte und uns den richtigen Trick verriet. Ich muss schon sagen dieser Lift hat's in sich, denn er hatte jedes Mal aufs Neue andere Probleme parat, sei es, dass ich falsch stand oder den Strom vergaß einzuschalten.

Endlich in den Räumlichkeiten von ABAK angelangt, begrüßte mich Herr Mag Wilson äußerst freundlich und zuvorkommend. Als wir die Formalitäten abgeklärt hatten, stürzten wir uns gleich ins Geschehen. Mein Berater zückte ein schlaues Buch, in dem alles Wissenswerte zum Thema Lebenslauf und Motivationsschreiben stand. Zu Hause führte ich mir die mitgegebenen Unterlagen aufmerksam zu Gemüte.

Nachdem ich das getan hatte, verfassten wir in der nächsten Einheit gemeinsam Musterbewerbungsunterlagen zu einer von vielen folgenden Stellenanzeigen. Bald erfasste ich worauf es ankam und konnte so qualitativ gute Bewerbungsunterlagen erstellen, die ich dann zur Kontrolle vorlegte. Herr Mag Wilson korrigierte nur noch sprachliche Feinheiten. Nun waren wir ein eingespieltes Team geworden, das sich selbst von einer schwächelnden Wirtschaft nicht unterkriegen ließ und gemeinsam jede Hürde mit Bravour meisterte.

Im Bewerbungsgesprächstraining ging es nochmals ans Eingemachte, vor allem fiel mir besonders schwer den Blickkontakt zu halten. Auch diese Herausforderung wurde mir mit viel Fingerspitzengefühl beigebracht, sodass ich nach nur wenigen Monaten am Arbeitsmarkt Fuss fassen konnte.

Ich möchte meiner Dankbarkeit hier Ausdruck verleihen, indem ich wirklich allen arbeitssuchenden Akademikern diese Einrichtung ans Herz lege.