Soziologie

Eine Odyssee hatte ein gutes Ende gefunden. Meine Reise zu einer Anstellung hat zwar nicht solange wie die vielen Irrfahrten des Odysseus gedauert, aber sie war auch erlebnisreich und voller Irrfahrten. Hauptsache aber ist, ich habe ein Unternehmen gefunden, dass zwar über meine Behinderung Bescheid weiß, aber mein Know-how in der PR, meine Erfahrungen und mein Können brauchen kann.

Wer hat mich modernen Odysseus unterstützt? Mein Gefährte, der mir geholfen hat, war ABAK und dort im besonderen meine Ansprechpartnerin, Frau Mag. Saadain. Sie hat meinem Wunsch, wieder regelmäßig in einem Team und nicht länger als Einzelkämpfer freischaffend zu sein, unterstützt und erstaunlicherweise auch einige passende Jobangebote von Firmen, die Behinderte einstellen wollen, aus dem Hut gezaubert. Jobs, die ich kaum in Zeitungs- oder onlineinseraten gesehen habe.

Da zeigte sich für mich als Außenstehende, dass ABAK in einem Netzwerk integriert ist und sich bereits gute Kontakte aufgebaut hatte. Rasch waren dann die notwendigen Unterlagen zusammengestellt und gesichtet und kaum ein Monat nach Bekannt werden der Bewerbung auf eine offene Stelle ging es los. Ich kann daher aus persönlicher Erfahrung sagen, dass man sich nicht nur auf seine subjektiven Eindrücke der Arbeitsmarktsituation oder auf die Erlebnisse mit Firmen verlassen sollte, sondern sich mit Beratern austauschen sollte.

Das führt zur Multiplikation von Wissen und Informationen, öffnet manchmal auch neue Blickwinkel oder verändert eingefahrene Sichtweisen, die man selber nicht mehr wahrnimmt. Und so kommt es dann, wie in meinem Fall zu einem Happyend. Da frage ich mich nur, ob mit so viel Unterstützung nicht auch der alte Odysseus viel schneller wieder zu Hause gelandet gewesen wäre.